Eines der interessantesten Gebiete New Mexicos sind die Jemez Mountains, ein Gebirge westlich von Santa Fe. Hier liegen neben den Ruinenstätten von Bandelier und Tsankawi auch die Tent Rocks, besser bekannt unter dem Namen Kasha-Katuwe. Diese Bezeichnung stammt von den Indianern des nahegelegenen Cochiti Pueblo. In ihrer traditionellen Sprache Keresan bedeutet Kasha-Katuwe soviel wie "Weiße Klippen".

Diese hellen, fast weißen Felsklippen sind auch das erste, was man als Besucher am Beginn des Wanderweges zu sehen bekommt. Von Regen, Eis und Wind ausgewaschene Felsenkegel, an deren quergestreiften Bändern man sehr schön die Entstehungsgeschichte der Tent Rocks nachvollziehen kann. Anders als bei den meisten Naturwundern des Colorado Plateau handelt es sich hier nämlich nicht um Sandstein, sondern um vulkanische Ablagerungen aus hellem Bimsstein, Tuff und Asche. Dieses weiche Tuffgestein findet sich übrigens auch im nur wenige Meilen nordwestlich gelegenen Bandelier National Monument, wo im Laufe von Jahrmillionen unzählige kleine Felshöhlen entstanden, die später von den Vorfahren der Puebloindianer als Wohn- und Vorratsräume genutzt wurden.
       
Gleich hinter dieser ersten Ansammlung von Felsklippen teilt sich der Weg. Der Cave Trail, der vom Hauptweg nach links abzweigt, führt etwas bergauf in Richtung der Klippen und dann in einem großen Loop an dieser Felsenwand entlang zurück zum Trailhead. Am besten hebt man sich diesen Teil des Weges für später auf, denn geradeaus wartet der spannendste und lohnendste Abschnitt der Kasha-Katuwe Tent Rocks, ein von hohen Sturzfluten ausgewaschener, langgezogener Slot Canyon.

Im Nu ist man umfangen von hoch aufragenden Felswänden, die sich immer weiter verengen, so dass schließlich nicht einmal mehr das Sonnenlicht zum Boden vordringen kann. Hinter jeder Biegung ändert sich die Form der Felsen, mal sind sie kantig und scharf, mal weich und rund geformt wie riesige zu Stein gewordene Wellen. Schließlich mündet diese enge Schlucht in einen großen Kessel, angefüllt mit bis zu 30 Meter hohen kegelförmigen Felsen-Tepees, denen das Gebiet der Tent Rocks seinen zweiten, ebenso passenden Namen verdankt.

 
 
  Fotos Tent Rocks Teil 2    
 
 
  Infos Tent Rocks