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Reiseführer USA Südwesten   –   Rifle Falls



Rifle Falls
Die Rifle Falls glitzern in der Sonne in allen Regenbogenfarben


Würde ich nicht so gerne klettern, wäre ich wahrscheinlich nie auf den Gedanken gekommen, auf meinem Weg von Grand Junction nach Glenwood Springs einen kurzen Abstecher nach Norden zu unternehmen. Dann wäre ich in Rifle nicht auf den Highway 325 Richtung White River National Forest abgebogen und die 13 Meilen bis zum Rifle Falls State Park gefahren. Und dann hätte ich auch nicht diese wunderschönen Wasserfälle entdeckt, die sich in drei Gischt sprühenden Kaskaden in einen flachen Pool ergießen, umgeben von einem üppig grünen Schilfgürtel und kleinen Pflanzeninseln aus Gräsern, Farnen und Wildblumen.



Rifle Falls                  Rifle Falls 3
Sprühnebel und Farbenspiele an den Rifle Falls


Der Park ist zwar nicht besonders groß, und Baden ist in dem idyllischen Wasserbecken leider auch nicht erlaubt, aber dafür kann man hier ganz in der Nähe der Wasserfälle am Ufer des East Rifle Creek zelten. Ein wunderschöner Übernachtungsort unter schattigen Bäumen, direkt am Fluss, gleich neben diesem kleinen Tropenparadies, das man eher auf den Hawaii-Inseln vermuten würde als hier in dieser trocken-kargen Steppenlandschaft im Nordwesten Colorados.



limestone caves                  Rifle caves
Lehmhöhlen entlang dem Coyote Trail


Weiter flussaufwärts, im Rifle Mountain Park, gibt es zwar noch mehr Zeltplätze, aber die sind meist von Kletterern belegt und bei weitem nicht so schön gelegen wie diese hier. Na, und wenn man schon mal da ist, sollte man natürlich auch den schönen Coyote Trail nicht versäumen, der von den Wasserfällen zu einigen großen Kalkhöhlen führt und dann in großem Bogen über die Felsen oberhalb der Wasserfälle wieder zurück zum Campground. Während dieses Rundwegs erfährt man dann auch gleich, dass hier in diesem Felsengebiet nicht nur Kojoten leben, sondern auch Berglöwen, also Pumas. Und wie man sich bei einer Begegnung mit diesen Tieren verhalten sollte. Nun ja, irgendwie scheint selbst das Paradies nicht ganz gefahrenlos zu sein. Und was den Kletterern recht ist, gefällt den Pumas wohl genauso gut.



Rifle Mountain Park
Wanderung im Rifle Mountain Park


Etwas weiter flussaufwärts beginnt dann der Rifle Mountain Park, ein 2,5 Meilen langer schmaler Canyon, das Traumziel von Kletterprofis aus aller Welt und eines der neuesten Sportklettergebiete Amerikas. Die meisten der Routen hier sind allerdings superschwere Überhänge, und was nicht Überhang ist, gehört trotzdem immer noch in die Kategorie 5.11 aufwärts. Leider zu schwer für mich, dafür müsste ich wahrscheinlich noch ein bisschen mehr üben. Aber interessant ist es trotzdem, sich das Ganze einmal anzuschauen. Und wer weiss, vielleicht gibt mir das ja den nötigen Schubs, mich in Zukunft etwas mehr anzustrengen :-)

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