 | Reiseführer
USA   –   Leadville, Colorado |
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Bundesstaat: Colorado
Höhe: 3.100 Meter ü.M.
Lage: das kleine Städtchen Leadville liegt im Herzen der Rocky Mountains südwestlich von Denver
Kurzinfo
Die höchstgelegene Stadt Colorados ist umgeben von einer Perlenkette schneebedeckter Viertausender, darunter die beiden höchsten Berge der Rocky Mountains, Mount Elbert und Mount Massive. Erinnerungen an die Zeit des Goldrausches wecken die zahlreichen Gebäude im historischen Stadtkern von Leadville wie das einst weit über die Grenzen von Colorado hinaus bekannte Tabora Opera House. Wer gerne noch mehr über diese geschichtlich interessante Zeit erfahren möchte, kann entweder mit dem eigenen Auto oder mit einer alten Diesellok der Colorado & Southern Railroad Ausflüge in die an historischen Zeugnissen reiche Bergbauregion rund um Leadville unternehmen.

Im Stadtzentrum von Leadville
Interessantes
National Mining Hall of Fame and Museum
Lage: 120 West Ninth St. im ehemaligen Schulgebäude (erbaut 1896) schräg gegenüber dem Leadville Chamber of Commerce. Das weiträumige Museum zeigt auf mehreren Etagen historisches Bergbaugerät aus verschiedenen Epochen und aus verschiedenen Regionen der Erde mit detaillierten Erläuterungen zu Techniken und Abbaumethoden. Im Erdgeschoss befindet sich eine sehenswerte Mineralienschau mit Fundstücken aus aller Welt. Öffnungszeit: im Winter (November bis April) täglich 9-16 Uhr, im Sommer (Mai bis Oktober) täglich 10-17 Uhr.
Tabora Opera House
Lage: an der Hauptstraße von Norden kommend auf der linken Seite (308 Harrison Street).
Das alte Theatergebäude stammt aus der Blütezeit Leadvilles, als in der damals 25.000 Einwohner zählenden Stadt Berühmtheiten wie Oscar Wilde, die New Yorker Metropolitain oder die Chicago Symphony gastierten. Das 1879 von Horace Warner Tabor erbaute Haus kann tagsüber ohne Führung besichtigt werden.
Leadville Mining District
Leadville war einst die größte Bergbauregion Colorados. Nach den ersten Goldfunden in der California Gulch im Jahr 1859 zog es im Nu Tausende von Glückssuchern in das Gebiet, die 1861 Oro City, die erste Siedlung gründeten. Dem ersten Boom folgte kurz darauf bereits der erste Einbruch, Vorbote eines ständigen Auf und Ab, das die wechselvolle Geschichte Leadvilles bis in die jüngste Vergangenheit prägte. 1878 entdeckte der Metallurgist Alvinius Woods zusammen mit seinem Partner William Stevens, dass der Sand, der den Goldabbau in der Region so schwierig machte, aus Bleikarbonat mit einem sehr hohen Gehalt an Silber bestand. Dies führte zum zweiten großen Boom in der Region und der Gründung von Leadville im Jahr 1878.

Altes Stadtfoto von Leadville
Während der Hauptblütezeit des Silberbooms gab es in der Umgebung der Stadt 14 große Silberabbau- und Schmelzanlagen, die über 60.000 Menschen ein Auskommen sicherten. Nach dem Rückgang der Silbervorkommen gab es einen zweiten Goldboom, gefolgt vom Abbau weiterer lukrativer Erze und Mineralien wie Mangan und Wismuth. 1920 eröffnete die Climax Molybdenum Company 14 Meilen nordöstlich von Leadville eine der größten Molybdän-Tagebauminen der Welt. Wer ein bisschen Zeit mitbringt und Lust hat, etwas tiefer in die Bergbau-Vergangenheit dieser Region einzutauchen, erhält im Tourismusbüro von Leadville die Broschüre für eine 'self-guided' Auto-Tour durch den ehemaligen Leadville Mining District.
Ausflug mit der Leadville, Colorado & Southern Railroad
Zwischen 1870 und 1920 gab es in der Bergbauregion rund um Leadville 3 Eisenbahnlinien. Als erste erreichten die beiden Schmalspurlinien der Denver & Rio Grande und der Denver, South Park and Pacific Railroad die Stadt. 1880 folgte die Colorado Midland. Wer Lust hat, die Umgebung der Stadt mit einer dieser historischen Dieselloks kennenzulernen, kann an 2½-stündigen Ausflügen teilnehmen. Startpunkt ist dabei das Eisenbahndepot oberhalb des Stadtzentrums. Von hier fährt man mit dem Zug gemächlich durch das Tal des Arkansas River und in vielen Kurven hinauf in die Bergbauregion rund um Leadville bis zum 3.380 Meter hoch gelegenen Fremont Pass. Auf dem Rückweg hält der Zug am French Gulch Wasserturm. Von hier bietet sich ein schöner Blick auf die beiden höchsten Gipfel der Rocky Mountains. Lage des Eisenbahndepots: 326 E.7th Street (von der Harrison Street etwa 400 Meter nach Osten). Saison: Ende Mai bis Anfang Oktober. Weitere Infos im Internet unter www.leadville-train.com oder telefonisch vor Ort unter 1-866-386-3936.

Leadville, Colorado & Southern Railroad
Mountainbiking
Eine sehr abwechslungsreiche Biketour führt von Leadville über den 3.676 Meter hoch gelegenen Independence Pass bis ins 60 Meilen entfernte Aspen (dies ist übrigens auch ein sehr schöner Tagesausflug mit dem Auto!). Zu den Highlights unterwegs gehört die malerische Seenlandschaft der Twin Lakes, reizvolle Gebirgstäler, die Passhöhe mit der Kontinentalen Wasserscheide und mehrere verlassene Bergbaustollen. Mountainbikes vermieten die Top of the World Cyclery, 9th Harrison Street, Tel. (719) 486-8224 und der Store am Sugar Loafin' Campground.
Wintersport
Trotz unmittelbarer Nähe zu den beiden höchsten Berggipfeln der Rockies ist Leadville kein ausgesprochenes Abfahrtslaufgebiet. Ski Cooper, das zu den kleineren Skigebieten in Colorado zählt, liegt nördlich der Stadt und bietet etwa je etwa zu einem Drittel einfache, mittlere und schwierige Pisten. Die Länge der Routen variiert von 350 bis 700 Meter mit Höhenunterschieden bis zu 370 Metern. Saison: November bis Anf. April. Das leicht hügelige Gelände des weitläufigen Arkansas Tals eignet sich hervorragend für Skilanglauf, Schneeschuh- und Snowmobiltouren. Skiausrüstung und Snowmobile vermietet Ski Country in Leadville, 116 E.th Street, Tel. (719) 486-3836
Übernachtung
An der Zufahrtsstraße nördlich und südlich der Stadt findet man die üblichen Motelketten. Sehr einfache, aber landschaftlich reizvoll gelegene National Forest Campgrounds befinden sich am Fuß des Mt. Elbert sowie rund um den Turquoise Lake südwestlich der Stadt (Zufahrt s. Sugar Loafin').
Sugar Loafin' Campground
Höhenlage: 2.947 ü.M. (!!)
Lage: westlich von Leadville in der Nähe des Turquoise Lake
Zufahrt: auf der US24 nach Süden, dann auf der County Rd.4 nach Westen 3,5 Meilen bis zum Campingplatz
Anzahl Plätze: 98, davon 38 mit full hookup, zahlreiche Zeltplätze auf der Wiese und im Wald
Ausstattung: Tische und Bänke, Laden, Waschmaschinen, Telefon, Duschen, MTB-Vermietung, organisierte Touren
Leadville RV Corral
Höhenlage: 2.918 ü.M. (!!)
Lage: an der Kreuzung von US24 und 2nd Street auf der 2nd Street etwa 1 km nach Westen
Anzahl Plätze: 33 (alle full hookup)
Ausstattung: Telefon, Waschmaschinen, Duschen, Picknicktische, Dumpstation

Abendstimmung am Turquoise Lake
Turquoise Lake
Höhenlage: 3.010 ü.M.
Lage: westlich von Leadville
Zufahrt: von Leadville auf der Forest Service Rd.105 (Sixth Street) 6 Meilen nach Westen zur FSR 104, dann nach Norden
Anzahl Plätze: 243 (auf 7 Campgrounds rund um den See verteilt)
Ausstattung: Frischwasser, Feuerstellen, Picknicktische, Plumpsklos
 
 
  Fotos Mount Massive    
 
 
  Fotos Homestake Mine Trail