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Reiseführer USA   –   Joshua Tree Nationalpark


Joshua Tree Nationalpark

Den Joshua Trees verdankt der Park seinen Namen

Durch seine unmittelbare Nähe zu Los Angeles und San Diegon ist der Joshua Tree Nationalpark zwar sicherlich kein Geheinmtipp für Liebhaber einsamer Wildnisgebiete, aber dafür kann man hier auf relativ kleinem Raum gleich zwei völlig unterschiedliche Wüstenlandschaften kennenlernen. Die Sonora Wüste im tiefer gelegenen Südteil des Parks mit Sagebrush-Gestrüpp, Cholla-Kakteen und Ocotillos und direkt daran angrenzend die Mojave Desert im Norden des Parks. Hier, in einer Höhenlage bis zu 1.600 Metern, gedeihen auch die vielen schönen Joshua Trees, denen der Park seinen Namen verdankt.


Joshua Tree National Park

Boulderfelsen im Joshua Tree National Park

Wissenschaftlich betrachtet, sind die Joshua Trees allerdings keine Bäume, sondern riesige Agaven- oder Yukkagewächse, die bis zu 12 Meter hoch und bis zu 700 Jahre alt werden können. So genau weiss man das allerdings auch wieder nicht, denn im Gegensatz zu 'richtigen' Bäumen haben die Joshua Trees keine Baumringe, anhand derer man das genaue Alter feststellen könnte. Die vielen ausgestreckten Äste erinnerten übrigens die ersten hier durchziehenden Mormonen an den Propheten Joshua, der seine Hände betend zum Himmel emporstreckt - daher der biblische Name der Pflanze.

Die ältesten und schönsten Joshua Trees findet man übrigens rund um die vielen markanten Felsgruppen des Parks, wo sie bei strahlend blauem Himmel und tiefstehender Nachmittagssonne wunderschöne Fotomotive abgeben. Dabei sollte man auch nicht versäumen, ein bisschen durch diese Felslabyrinthe zu wandern, denn dabei lässt sich gleich noch eine weitere für den Park typische Spezies entdecken - die sogenannten Freeclimber oder Freikletterer.


Joshua Tree climbing            Joshua Tree rocks

Der Joshua Tree National Park ist ein El Dorado für Kletterer

Schließlich ist der Joshua Tree Nationalpark neben dem Yosemite das bekannteste und beliebteste Klettergebiet Kaliforniens. Und das nicht nur wegen der vielen schönen rundgeschliffenen Granitfelsen, die aussehen, als hätte Obelix hier seine ganzen Hinkelsteine übereinandergetürmt, sondern vor allem wegen der landschaftlich reizvollen Umgebung und dem warmen, sonnigen Klima. Haupt-Klettersaison ist daher auch von Spätherbst bis Frühjahr, wenn es in anderen Teilen Kaliforniens zum Klettern einfach zu kalt ist.


Joshua Tree Nationalpark

Typische Wüsten- und Felslandschaft im Joshua Tree Nationalpark

Nach all den vielen Felsen und Kakteen sollte man dann unbedingt noch hochfahren zu Keys View, einem einmalig schönen Aussichtpunkt mit einem geradezu umwerfenden Blick auf das 1.500 Meter tiefer gelegene Tal des Imperial Valley und die weiße Oberfläche des Salton Sea. Bei gutem Wetter reicht die Sicht von hier oben sogar bis weit hinüber nach Mexiko.


Keys View

Joshua Tree National Park - Keys View

    Infos Joshua Tree Nationalpark         Karte Joshua Tree Nationalpark








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