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USA Südwesten – White Pocket |
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Diesen weißen Kissenbergen verdankt die White Pocket ihren Namen
White Pocket - hinter diesem Namen verbirgt sich eines der letzten großen Geheimnisse und Naturwunder des Westens, eine Science-Fiction-Landschaft aus blendend weißen Kissenbergen, riesigen Sandsteinspiralen und ineinander verdrehten, schaumgekrönten, rot-weißen Meereswellen - eine zu Stein gewordene Künstler-Fantasie - Salvador-Dali-Land. Um auf diesen fernen Planeten zu kommen, sind allerdings auch ganz besondere Anstrengungen erforderlich, denn die White Pocket befindet sich - perfekt geschützt von Mutter Natur - im Zentrum eines abgelegenen Wildnisgebiets, umgeben von vielen Meilen tiefem Sand.

Für die Fahrt zur White Pocket gilt das Gleiche wie für die etwas weiter westlich gelegenen Coyote Buttes South, nur mit dem Unterschied, dass die Sandpiste, die zur White Pocket führt, noch um einiges tiefer und durchwühlter ist. Selbst wer es gewohnt ist, mit Geländewagen zu fahren, wird hier schnell an seine Grenzen kommen. Miet-SUV's sind für solche Strecken weder konzipiert noch zugelassen, zudem besteht im Schadensfall kein Versicherungsschutz. Wer es trotzdem versucht, geht also ein sehr hohes persönliches Risiko ein, das zudem noch sehr teuer werden kann. Abschleppkosten können in dieser abgelegenen Gegend gleich 1000 Dollar und mehr kosten.
Wer eine Tagestour zur White Pocket plant, sollte unbedingt daran denken, dass man für die Fahrt in dieses abgelegene Gebiet aufgrund der schwierigen Strecke mit etwa 2,5-3 Stunden reiner Fahrtzeit rechnen sollte (one-way ab Page bzw. Kanab). Wer morgens oder abends fotografieren möchte, sollte lieber vor Ort übernachten. Möglichkeiten hierzu gibt es entlang der Dirt Roads oder in der Nähe der Trailheads (Cottonwood TH bei den Coyote Buttes South bzw. White Pocket TH).

Fantastische Kunstwerke der Natur
Um zur White Pocket zu gelangen, wählt man zunächst die gleiche Route wie für die Coyote Buttes South. Man fährt also auf der ungeteerten House Rock Valley Road, die zwischen Milemarker 25 und 26 vom Hwy 89 nach Süden abzweigt, knapp 20 Meilen nach Süden und zweigt dann nach links ab auf die ausgeschilderte BLM 1017 Richtung Corral Valley. Auf der House Rock Valley Road von Süden, d.h. von der US 89A kommend, erreicht man diese Abzweigung nach ca. 10 Meilen. Hier folgt man zunächst 3 Meilen der BLM 1017 Richtung Osten bis zur Abzweigung einer weiteren Dirt Road (der BLM 1066) nach links, also Richtung Nordosten. Achtung, ab hier unbedingt den Allradantrieb einschalten, denn jetzt wird es sandig! Bei der Poverty Flat Ranch angekommen, verzweigen sich dann allerdings die Wege. Nach links (Nordwesten) geht es zum Cottonwood Trailhead, nach rechts zur White Pocket.

Schaumgekrönte Meereswellen aus Stein
Diese äußerst zerwühlte, schwierige Tiefsandpiste führt zunächst zwischen der alten Windmühle und einigen alten Gebäuden hindurch, bergauf zu einem alten Wassertank und dann weiter Richtung Osten, später Norden, bis man nach 1,8 Meilen zu einer Umzäunung gelangt, an der der Weg einen Knick nach rechts macht. Von hier aus fährt man dann (zunächst am Zaun entlang) nochmals 2,8 Meilen Richtung Osten und schließlich weitere 1,5 Meilen nach Nordosten bis zum Trailhead, einer sandigen Fläche in der Nähe eines freistehenden Wacholderbaums. Die White Pocket, die wie eine große Felsenburg aus der Ebene emporragt, befindet sich etwa eine halbe Meile weiter westlich.

Verzauberte Märchenlandschaft im Herzen der White Pocket
Da das Gebiet der White Pocket etwas kleiner und markanter ist als das der Coyote Buttes South, fällt die Orientierung bei dieser Querfeldeinwanderung etwas leichter. Trotzdem empfiehlt es sich auch hier, ein GPS-Gerät mitzunehmen, den Standort des Fahrzeugs abzuspeichern und sich unterwegs immer wieder die Geländeformationen einzuprägen. Wasser und Sonnenschutz sollte man ebenfalls nicht vergessen.

Aus den Felsen der White Pocket fließt Vanille- und Himbeersauce
Vom Parkplatz und Trailhead folgt man den ausgetretenen Fußspuren, die über eine mit wenigen Büschen und Wacholderbäumen bestandene Wüstenlandschaft Richtung Norden führen, wobei man die Felsenburg der White Pocket nur als westlich gelegene Orientierungsmarke, nicht als Ziel benutzt. Bereits nach 0,2 Meilen tauchen geradeaus die ersten weißen Felsgebilde auf, kleine Hoodoos, bizarr geformte Sandsteinhügel. Nur wenige Schritte weiter befindet man sich dann plötzlich in einer unglaublich farbenprächtigen und bizarren Fantasielandschaft aus roten und weißen Sandsteinfelsen, die wie Farbflächen in einem abstrakten Gemälde ineinander überlaufen und zerfließen.

Wundersame Schaumberge
Geht man etwas weiter, gelangt man zu einem mächtigen, sanft ansteigenden Felsenberg, der aus lauter weißen Steinkissen besteht, dann zu einer riesigen rot-weißen Felsspirale und schließlich zu einem kleinen dunkelroten Sandsteincanyon mit weich geschwungenen Wänden, den man auch von innen erkunden kann. Verabschiedet wird man schließlich von einem kleinen Doppel-Hoodoo, der stolz auf einem Hügel thront.

White Pocket - der Traumplanet des Salvador Dali
Dies ist allerdings nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was die White Pocket zu bieten hat, denn hinter jeder Biegung, hinter jedem Hügel wartet wieder eine neue Entdeckung, eine neue Überraschung. Für Fotografen ist die White Pocket schlichtweg ein Traum, ein schier unglaubliches Form- und Farbenparadies, in dem man Stunden damit verbringen kann, umherzustreifen und all diese wunderbaren Kunstwerke der Natur in Bildern festzuhalten.